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Die Ausbildung zum Arbeitserzieher

Arbeitserzieher haben eine soziale Ader und setzen sich beruflich für ihre Mitmenschen ein. Mit viel Einfühlungsvermögen und Professionalität helfen sie Anderen dabei, ihren Weg in die Arbeitswelt zu beschreiten. Ob dieser Beruf auch das Richtige für Sie ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mit viel Hingabe und Einfühlungsvermögen unterstützen Arbeitserzieher verschiedenste Personengruppen in der Arbeitswelt. Alles rund um Beruf und Ausbildung der Pädagogen finden Sie in diesem Artikel.

Der Beruf des Arbeitserziehers

Arbeitserzieher begleiten Menschen in der Arbeitswelt, die es schwieriger haben als andere. Ihre Klienten können körperlich oder geistig eingeschränkte Personen, Suchterkrankte oder Menschen mit einer kriminellen Vergangenheit sein.

Arbeitserzieher verfolgen das Ziel, den Betroffenen Kenntnisse in Theorie und Praxis zu vermitteln, um sie weitestmöglich im Berufsalltag zu integrieren. Auch das Stärken des Selbstbewusstseins ist eine zentrale Aufgabe der Erzieher. In entsprechenden Werkstätten unterstützen sie ihre Klienten zudem oft auch direkt bei der Arbeit.

Der Arbeitserzieher ist also eine Mischung zwischen Erzieher und Lehrer. Doch an einer normalen Schule wird man keine Arbeitserzieher finden. Stattdessen arbeiten die Pädagogen beispielsweise in Berufsbildungswerken, Behinderteneinrichtungen oder in der Jugendhilfe.

Diese Aufgaben können einen Arbeitserzieher im Alltag erwarten:

  • Resozialisierung von Klienten
  • Stärken des Selbstbewusstseins von Klienten
  • Fördern der Selbstständigkeit von Klienten
  • Einschätzen von Stärken und Potenzialen der Klienten
  • Führen von Konfliktgesprächen mit den Klienten
  • Arbeitssuche mit den Klienten
  • Dokumentation von Maßnahmen
  • Verfassen von Entwicklungsberichten
  • Erstellung und Umsetzung von Förderplänen
  • Kontrolle der Arbeitsausführung von Klienten
  • Mithilfe bei Gestaltung des Arbeitsplatzes, wenn Klient Einschränkungen hat
  • Sonstige arbeitstherapeutische oder arbeitstechnische Maßnahmen

Das sind die typischen Arbeitsorte eines Arbeitserziehers:

  • Einrichtungen der Rehabilitation, Resozialisierung und Erziehung (z.B. Behindertenwerkstätte oder Einrichtungen der Jugendhilfe)
  • Soziale Beratungsstellen
  • Psychiatrische Krankenhäuser (meist für Suchterkrankte)
  • Einrichtungen des Justizvollzugs

Inhalt und Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zum Arbeitserzieher kann in drei Jahren abgeschlossen werden. Die ersten zwei Lehrjahre finden üblicherweise vor allem an einer Fachschule statt. Praxiserfahrung sammeln Auszubildende in dieser Zeit über festgelegte Praktika. Das dritte Jahr steht dann komplett für die Praxis zur Verfügung. In einem sogenannten Anerkennungsjahr arbeiten die Azubis in dieser Zeit in einer Einrichtung mit und lernen so den Berufsalltag von Grund auf kennen

In wenigen Ausnahmefällen sind Praktika und Schulbesuch auch über die gesamten drei Ausbildungsjahre in einheitlichen Blöcken aufgeteilt.

Die Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung, welche aus einem mündlichen, einem schriftlichen und einem praktischen Teil besteht.

Folgende Lehrthemen erwarten einen Auszubildenden in der der Fachschule:

  • Arbeitserziehung, Arbeitstherapie
  • Didaktik und Praxis und Arbeitserziehung und Arbeitstherapie
  • Fertigungstechniken
  • Pädagogik und Soziologie
  • Psychologie
  • Psychopathologie
  • Rechts- und Berufskunde
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Ethik

Voraussetzungen für die Ausbildung

Die Kernkompetenzen eines angehenden Arbeitserziehers sollten vor allem in Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein liegen. Da es sich bei dieser Ausbildung um einen Weiterbildungsberuf handelt, ist eine bereits abgeschlossene Lehre außerdem eine bindende Voraussetzung, um Arbeitserzieher werden zu können. Doch um im Beruf Fuß zu fassen, braucht es noch mehr.

Das sollte ein angehender Arbeitserzieher mitbringen:

Hard Skills

  • Bereits abgeschlossene Berufsausbildung

Soft Skills

  • Einfühlungsvermögen
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Freundliches und entschiedenes Auftreten
  • Interesse an pädagogischer Arbeit
  • Fähigkeit zum Anleiten und Motivieren
  • Psychische Belastbarkeit
  • Organisationstalent

Vergütung während der Ausbildung

Die Höhe der Ausbildungsvergütung hängt von der Art der Lehre ab:

Wenn man über die vollen drei Jahre regelmäßig wechselnd Einrichtungen und Schule besucht, zahlen die Einrichtungen in der Regel eine Entschädigung. Diese liegt bei einem vollen Arbeitsmonat in der Einrichtung bei ca. 600 €/ mtl. (landesweiter Durchschnitt).

Wenn man allerdings die ersten zwei Jahre überwiegend in der Berufsschule ist, wird nur das dritte Jahr (das Anerkennungsjahr) von der jeweiligen Einrichtung vergütet. Die Höhe dieser Vergütung liegt in der Regel zwischen 600 € und 800 € /mtl.

Ganz generell gilt also: Die Praxisphasen während der Ausbildung werden in der Regel vergütet, die Zeit des Schulbesuches jedoch nicht.

Möglicherweise fallen außerdem Schulgebühren an. Klären Sie diesen Punkt mit der Schule Ihrer Wahl im Vorfeld ab. Einen umfangreichen Artikel zu den Kosten und Finanzierung einer Privatschule haben wir außerdem hier für Sie aufbereitet: Ratgeber: Die Ausbildung finanzierenLink zum Ratgeber "Die Ausbildung finanzieren"

Vergütung nach der Ausbildung

Das Gehalt eines ausgelernten Arbeitserziehers ist wie bei den meisten Berufen nicht einheitlich geregelt. Berufserfahrung, Art der Einrichtung und die Region können einen Einfluss auf das Gehalt haben.

Wer bei einem öffentlichen Träger arbeitet, wird nach dem vorgegebenen Tarifvertrag (TVöD) bezahlt. Das macht direkt nach der Lehre einen monatlichen Verdienst von 2.400 € - 2.600 € aus. Obwohl sich auch die meisten Einrichtungen ohne Tarifbindung an dieser Messlatte orientieren, kann es Abweichungen geben. Die Mindestgrenze für das Gehalt eines ausgelernten Arbeitserziehers sollte jedoch nicht unter 1.900 €/ mtl. liegen.

Zukunftsaussichten als Arbeitserzieher

Was die Zukunftschance für diesen Beruf angeht, haben Arbeitserzieher denselben Vorteil, wie ihre anderen Kollegen aus dem sozialen Bereich: Fachkräfte werden händeringend gesucht. Meist haben ausgelernte Arbeitserzieher die freie Wahl, ob sie in einer Behindertenwerkstatt, einem Berufsbildungswerk, einer Einrichtung der Jugendhilfe, in einer Reha-Klinik, einer Strafvollzugsanstalt oder einem Bildungswerk arbeiten möchten. Die Auswahl ist also groß. Dieser Trend wird auch in Zukunft nicht abklingen.

Mit einer entsprechenden Weiterbildung lässt sich die Karriere außerdem weiter ankurbeln.

Weiterbildungen

Für nahezu jeden Arbeitsbereich eines Arbeitserziehers gibt es Weiterbildungen, die an einem Wochenende oder innerhalb weniger Wochen absolviert werden können. Oft werden diese Weiterbildungen vom Arbeitgeber finanziert.

Beliebt sind Weiterbildungen vor allem in folgenden Bereichen:

  • Erwachsenenbildung
  • Heil- und Sonderpädagogik
  • Ergonomie
  • Arbeit mit Menschen mit Behinderungen
  • Elternberatung
  • Psychologie

Studium

Mit einem entsprechenden Abschluss erhalten ausgelernte Arbeitserzieher außerdem automatische eine Hochschulzugangsberechtigung. Das ermöglicht zahlreiche Studiengänge, die sich ideal mit dem Beruf eines Arbeitserziehers ergänzen:

  • Soziale Arbeit
  • Heilpädagogik
  • Psychologie
  • Lehramt an Förderschulen
  • Sonderpädagogik
  • Erziehungswissenschaften
  • Ergotherapie

Weiterführende Ratgeber

 

Förderung und Kosten von Privatschulen

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Pädagogische Konzepte

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Klischees und Mythen bei über Privatschulen

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