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Ausbildung zum Gamedesigner

Von der Entwicklung der Story bis hin zum fertig animierten Spiel: Gamedesigner entwickeln Computer- und Videospiele. Dabei sind ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Doch Gamedesigner müssen auch über viel technisches Know-how verfügen und sehr viel Durchhaltevermögen besitzen. Alles über den Beruf und die Ausbildung eines Gamedesigners finden Sie in diesem Artikel.

Gamedesigner erschaffen fremde Welten und neue Charaktere. Außerdem denken sie sich spannende Storys aus und tüfteln an den Aufgaben für ihre Computer- und Videospiele. Alles zum Beruf und der Ausbildung eines Spieleentwicklers finden Sie in diese Artikel.

Der Beruf des Gamedesigners

Mit welchen Werkzeugen soll der Gangster das Auto knacken, bevor er damit über die Straßen von Kalifornien heizen kann? Welches Item hilft dem Helden dabei, über die Schlucht zum verborgenem Tempel zu kommen? Welches sprechende Tier soll dem Kind beim Lernen für die Schule unterstützen?

Solche Überlegungen gehören zum Alltag eines Gamedesigners. Denn die Spieleentwickler entwerfen je nach Arbeitsplatz Computer- und Videospiele für alle Altersklassen und jedes Genre. Dafür müssen sie nicht nur technisch fit sein: Ein Gamedesigner kennt seine Zielgruppe und aktuelle Entwicklungen der Branche ganz genau. Unter diesen Berücksichtigungen überlegt er sich im Team Konzept und Aufbau eines Spiels, bevor es an dessen Umsetzung geht. In dieser Phase werden Regeln, Ziel, Hintergrundstory und der Name des Spiels festgelegt. Danach wird die Optik und erste Details des Spiels besprochen: Wie soll der Hauptcharakter aussehen? Wie sieht die Welt des Spiels aus und welche Menüführung ist sinnvoll?

Mit Liebe zum Detail neue Welten erschaffen

Wenn alle Grundfragen geklärt es sind geht es an die Umsetzung: Charaktere, Landschaften und Gegenstände werden bis ins kleinste Detail designet, Spielaktionen umsetzbar gemacht und Zwischensequenzen geplant. Anschließend werden Geräusche hinzugefügt und das Ganze zu einem flüssigen Ablauf zusammengesetzt. Dabei ist Genauigkeit oberstes Gebot – Denn Fehler im Spiel fallen sofort auf und reißen den Spieler aus dem Erlebnis.

Wenn all diese Punkte gemeistert wurden, ist die Aufgabe eines Gamedesigners aber noch immer nicht erledigt: In zahlreichen Schleifen wird das Spiel nun auf Herz und Nieren getestet. Kleine Fehler und Unstimmigkeiten werden so lange beseitigt, bis alles wie geplant läuft. Vor allem in dieser letzten Phase braucht ein Spielentwickler viel Geduld. Oft muss er sein eigenes Spiel hundertmal spielen, bevor alle Fehler ausgemerzt werden können.

Das sind die Aufgaben eines Gamedesigners:

  • Entwickeln von Konzepten und Exposés für Computer- und Videospiele in Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern der Konzeptabteilung
  • Betreuung der eigenen Konzepte während der Entwicklung und Zusammenarbeit mit dem Team
  • Begleitung des Leveldesigns, evtl. eigenes Leveldesign
  • Einholen von ersten Rezensionen der Testspieler und Kundenvorschlägen
  • Analyse und Auswertung der Programme von Mitbewerbern, Einbringen eigener Ideen und Kritik in die Konzepte anderer Game Designer

In diesen Umfeldern finden Gamedesigner Arbeit:

  • Softwareentwickler für Computer- Handy- und Videospiele
  • Softwareverlage für Computer- Handy- und Videospiele

Inhalt der Ausbildung

Die Ausbildung zum Gamedesigner kann innerhalb von drei Jahren an einer Designschule absolviert werden.

Obwohl die Videospielindustrie mit Abstand den größten Teil der Spielbranche ausmacht, ist die Ausbildung zum Gamedesigner noch recht jung. Deshalb werden auch Quereinsteiger nach wie vor eingestellt. Aufgrund der hohen Nachfrage wird es für ungelernte Spieleentwickler jedoch zunehmend schwerer einen Beruf zu ergattern. Deshalb wird die Ausbildung in der Regel empfohlen.

Den Schwerpunkt der Ausbildung bilden Themen rund um die Projektplanung. Dieses Wissen ist essenziell, damit die Spiele innerhalb des Zeitplans umgesetzt werden können. Weitere wichtige Themen sind Gamedesign, Animationsdesign, 3D- Visualisierung und Bildbearbeitung. Diese Inhalte stellen das Herz der Arbeit eines Spielentwicklers dar.

Außerdem fallen während der Lehre allgemeinbildende Fächer, wie Mathe, Informationsverarbeitung, Wirtschaftslehre oder Englisch an. Der Hauptteil wird sich aber in den Bereichen Medien und Gestaltung abspielen.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Kreativität und Erfahrung mit Computerspielen wird nicht ausreichen, um erfolgreich Spiele zu entwickeln. Diese Eigenschaften sollte ein angehender Gamedesigner im Idealfall mitbringen:

Hard Skills

  • Mittlerer Reife oder vergleichbarer Abschluss
  • Gute Englischkenntnisse
  • MS- Office
  • Erste Erfahrungen mit Programmiersprachen (nicht zwingend)

Soft Skills

  • Kreativität
  • Teamfähigkeit
  • Durchhaltevermögen und Belastbarkeit
  • Sorgfältige Arbeitsweise
  • Spaß am Umgang mit dem PC
  • Interesse and er Spielebranche
  • Lernbereitschaft

Vergütung während der Ausbildung

Die Ausbildung zum Gamedesigner findet auf schulischem Weg statt. Deshalb ist leider keine Ausbildungsvergütung vorgesehen. Normalerweise fallen stattdessen Schulgebühren an, mit denen die Schulen ihre Kosten decken. Informieren Sie sich bei dem Anbieter Ihrer Wahl über die Höher der dortigen Kosten.

Unterstützungsmöglichkeiten zur Finanzierung einer Ausbildung haben wir hier für Sie aufbereitet: Ratgeber: Die Ausbildung finanzierenLink zum Ratgeber "Die Ausbildung finanzieren"

Vergütung nach der Ausbildung

Wie in den meisten Fällen ist auch das Gehalt eines Gamedesigners nicht einheitlich geregelt. Größe des Unternehmens, Berufserfahrung und die genauen Tätigkeiten können Einfluss auf das Gehalt haben. Das übliche Einstiegsgehalt hat deshalb eine Spanne von etwa 2.000 € - 2.800 €/ mtl. Mit der Berufserfahrung und abgeschlossenen Weiterbildungen lässt sich dieses Gehalt auf bis zu 4.800 € steigern.

Zukunftsaussichten

Die Zeit unmittelbar nach der Ausbildung kann für einen Gamedesigner zu einer ganz schönen Herausforderung werden. Viele Unternehmen stellen frisch ausgelernte Entwickler nicht sofort ein, sondern testen sie erst einmal über ein Praktikum, welches natürlich geringer vergütet wird als eine Festanstellung.

Aber keine Angst: Mit ein Wenig Berufserfahrung wird auch bei einem Wechsel des Arbeitgebers niemand mehr ein Praktikum von Ihnen verlangen. Und dann sehen die Zukunftsaussichten für einen guten Gamedesigner sehr solide aus. Denn die Industrie für Computer- und Videospiele ist nicht nur riesig – Sie wächst nach wie vor rasant an. Kompetente Entwickler sind jetzt und in Zukunft also gefragt.

Weiterbildungen

Nach der Ausbildung ist für ehrgeizige Gamedesigner noch lange nicht Schluss.

Einen großen Teil ihrer Kompetenz erwerben die Fachkräfte durch ihre wachsende Berufserfahrung. Doch auch regelmäßige Weiterbildungen gehören zum Alltag eines Spieleentwicklers. Technische Neuerungen gehen so rasant vonstatten, dass ständige Weiterbildungen ein fester Bestandteil des Berufes sind.

Wer seine Karriere ankurbeln möchte, sollte sich die Weiterbildung zum Webdesigner näher anschauen. Mit dem vorhanden Wissen kann diese Weiterbildung dazu genutzt werden, Internetseiten zu erstellen und zu optimieren.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann außerdem ein Studium interessant werden. Folgende Studiengänge ergänzen sich mit dem Beruf eines Spieleentwicklers:

  • Bachelor of Science Gamedesign
  • Bachelor of Arts Mediendesign
  • Bachelor of Arts Computervisualistik

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