Wer den Schritt in die berufliche Selbständigkeit wagt, muss mit einigen Fallstricken rechnen.
Plötzlich sein eigener Chef zu sein, Verantwortung für sich und Mitarbeiter tragen zu müssen, bringt einige Tücken mit sich. In einem Existenzgründerseminar kann man lernen, mit diesen Herausforderungen umzugehen.
Viele träumen davon, ihr eigener Chef zu sein. Damit geht jedoch auch die Gefahr einher, mit dem eigenen Business baden zu gehen. Mit einem Existenzgründerseminar lassen sich viele Hürden des Wagnisses berufliche Selbständigkeit umgehen. Wir informieren zu Dauer, Kosten und Inhalten solcher Seminare.
Eine flexible Einteilung der Arbeitszeit und nur das machen, was man schon immer wollte: Was wie ein Märchen klingt, möchten viele mit der Gründung eines eigenen Business wahr werden lassen. Doch so einfach wie gedacht ist das gar nicht. Bereits in der Anfangsphase lauern einige Fallstricke. Angefangen von der eigentlichen Geschäftsidee über die Auswahl des Firmennamens bis hin zur Wahl der Rechtsform und dem richtigen Ausfüllen aller erforderlicher Unterlagen – eine Existenzgründung hat es in sich. Zwar gibt es im Internet oder über Bücher Informationen zu diesem Thema. Wer jedoch Hilfe sucht, welche auf die individuelle Situation zugeschnitten ist, ist in einem Existenzgründerseminar besser aufgehoben.
Existenzgründerseminare geben Selbständigen wichtige Starthilfe. Man kann sich orientieren, Möglichkeiten, Grenzen und Risiken einer Selbständigkeit ausloten. Experten empfehlen den Besuch eines solchen Seminars besser früher als später. Entscheidend ist, dass der Anbieter die eigene Ausgangslage ernst nimmt: Wer noch in der Ideenphase ist, braucht andere Inhalte als jemand, der bereits gegründet hat und nun Finanzierung, Vertrieb oder Buchhaltung sauber aufstellen muss.
Den einen Weg in die Selbständigkeit gibt es nicht. Schon alleine deswegen weil man sich in unterschiedlichen Berufen selbständig machenInfos von Statista kann, ist ein gewisses Maß an individuellem Coaching empfehlenswert. Angeboten werden Online- oder Vor-Ort-Seminare in Form von Gruppenvorlesungen und Einzelcoachings. Letztere haben den Vorteil, dass auf die persönliche Situation des Gründers eingegangen werden kann. Außerdem können Kursdauer und -termine an den Bedarf des Gründers angepasst werden. Individualität macht sich auch beim Inhalt bezahlt: Jemand, der sein Unternehmen bereits gegründet hat, braucht andere Unterstützung als jemand, der noch ganz am Anfang steht.
Besucht man ein individuelles Coaching, richten sich die Inhalte nach der persönlichen Situation und Fragestellung. Es gibt jedoch einige Themen, die bei einem Existenzgründerseminar grundsätzlich zur Sprache kommen sollten. Dazu gehören zum Beispiel folgende:
Vor allem das Thema Businessplan sollte in einem Existenzgründerseminar nicht zu kurz kommen. Schließlich stellt der Businessplan die Grundlage für die Selbständigkeit dar und hat wesentlichen Einfluss auf das Verhalten potenzieller Geldgeber und auch darauf, ob man einen Existenzgründerzuschuss bekommenInfos zu Zuschüssen kann. Wer bereits einen fertigen Businessplan hat, sollte diesen zum Seminar mitbringen. Dort können offene Fragen geklärt und der Businessplan korrigiert bzw. optimiert werden.
Nach einem guten Existenzgründerseminar sollten Gründer wissen, welche nächsten Schritte für ihre Geschäftsidee wichtig sind: tragfähiges Angebot, Zielgruppe, Rechtsform, Finanzierungsplan, Marketing, Steuern und konkrete Meilensteine. Besonders wertvoll ist ein Seminar, wenn offene Fragen am eigenen Businessplan besprochen werden und nicht nur allgemeine Theorie vermittelt wird.
Zukünftige Gründer sollten darauf achten, dass sie nach Beendigung des Seminars eine Teilnahmebescheinigung erhalten. Ein nachvollziehbares Zertifikat kann bei Förderstellen, Arbeitsagenturen oder Bankgesprächen hilfreich sein, ersetzt aber keinen belastbaren Businessplan und keine saubere Vorbereitung der Zahlen.
Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an Gründerseminaren. Je nachdem, wie viel Hilfe und Unterstützung man braucht, reichen die Angebote von eintägigen Grundlagenkursen bis hin zu mehrtägigen Seminaren oder individuellem Coaching über mehrere Wochen.
Mit welchen Kosten man beim Gründerseminar rechnen muss, hängt hauptsächlich von der Dauer des Seminars ab. Einzelcoachings sind in der Regel kostenintensiver, werden von vielen allerdings auch als hilfreicher empfunden. Die Preisspanne liegt zwischen 50 bis hin zu mehreren hundert Euro.
Wird das Existenzgründerseminar durch einen anerkannten Bildungsträger durchgeführt, kann eine finanzielle Förderung möglich sein. Je nach persönlicher Situation kommen etwa Arbeitsagentur, Jobcenter, regionale Förderprogramme oder Bildungsgutscheine infrage. Vor der Anmeldung sollte deshalb geklärt werden, ob der Kurs förderfähig ist und welche Kosten tatsächlich übernommen werden.
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