Definition, Schularten, Anerkennung, Kosten und Unterschiede zu öffentlichen Schulen.
Eine Privatschule ist eine Schule in freier Trägerschaft. Sie wird also nicht direkt vom Staat betrieben, steht aber unter staatlicher Aufsicht. Private Schulen können besondere pädagogische Konzepte, religiöse Profile, internationale Ausrichtungen oder kleinere Lernsettings anbieten. Gleichzeitig müssen sie rechtliche Vorgaben erfüllen, vor allem wenn sie eine öffentliche Schule ersetzen.
Privatschulen sind Schulen, die von einem freien Träger betrieben werden. Das kann ein Verein, eine Stiftung, eine Kirche, eine gemeinnützige Organisation, ein Unternehmen oder eine andere private Trägerstruktur sein. Der Begriff sagt zunächst nur etwas über die Trägerschaft aus, nicht automatisch über Qualität, Kosten oder pädagogischen Stil.
Das private Schulwesen ist in Deutschland grundrechtlich geschützt. Artikel 7 GrundgesetzAmtlicher Gesetzestext zum privaten Schulwesen. erlaubt die Errichtung privater Schulen, stellt Ersatzschulen aber unter staatliche Genehmigung und Landesrecht.

Der Träger prägt oft das Profil einer Schule. Kirchliche Schulen setzen andere Akzente als Montessori-, Waldorf-, internationale oder bilinguale Schulen. Manche Schulen legen besonderen Wert auf individuelle Förderung, andere auf Sprachen, Musik, Naturpädagogik, Digitalisierung, Hochbegabung oder Internatsleben.
Für Eltern ist wichtig: Nicht der Name des Konzepts entscheidet, sondern der Alltag. Wie wird gelernt? Wie wird Leistung bewertet? Wie geht die Schule mit Konflikten, Förderbedarf und Elternkommunikation um? Einen Überblick bietet der Ratgeber Pädagogische KonzepteÜberblick über gängige Schulkonzepte..
Eine Ersatzschule ersetzt eine öffentliche Schule. Sie muss staatlich genehmigt werden und darf in Lehrzielen, Ausstattung und Lehrerausbildung nicht hinter öffentlichen Schulen zurückstehen. Außerdem darf sie keine soziale Sonderung nach den finanziellen Verhältnissen der Eltern fördern.
Eine Ergänzungsschule ergänzt das öffentliche Schulsystem, zum Beispiel mit besonderen Bildungsgängen, internationalen Programmen oder spezialisierten Angeboten. Für Abschlüsse, Anerkennung und Fördermöglichkeiten gelten andere Regeln. Mehr dazu finden Sie im Ratgeber Ersatzschule und ErgänzungsschuleUnterschiede der privaten Schularten..
Staatlich genehmigte Schulen dürfen unterrichten, müssen aber je nach Schulart und Bundesland bestimmte Abschlüsse über externe Prüfungen oder nach besonderen Regeln abwickeln. Staatlich anerkannte Schulen haben meist weitergehende Rechte, etwa eigene Zeugnisse oder Abschlussprüfungen nach den Vorgaben des Landes.
Da Bildung Ländersache ist, unterscheiden sich Details zwischen den Bundesländern. Fragen Sie deshalb immer konkret: Welchen Status hat die Schule? Welche Abschlüsse sind möglich? Wer nimmt Prüfungen ab? Wie einfach ist ein Wechsel?

Privatschulen finanzieren sich je nach Schulart und Bundesland aus staatlichen Zuschüssen, Trägeranteilen, Spenden, Fördervereinen und Schulgeld. Für Eltern zählt die komplette Jahresbelastung: Schulgeld, Aufnahmegebühr, Betreuung, Mittagessen, Lernmittel, Fahrten und mögliche Internatskosten.
Viele Ersatzschulen nutzen einkommensabhängige Beiträge, damit der Zugang nicht nur vom Einkommen abhängt. Details erklären die Ratgeber Was kostet eine Privatschule?Schulgeld und Zusatzkosten. und
Förderung und FinanzierungErmäßigungen, BAföG, Steuer und Stipendien..
Ob eine Privatschule sinnvoll ist, hängt deshalb nicht vom Label ab. Entscheidend ist die Passung zum Kind, die Verlässlichkeit des Abschlusses, der Alltag und die finanzielle Tragfähigkeit.
Nein. Sie können besser passen, wenn Konzept, Lehrkräfte, Schulklima und Förderung zum Kind passen. Qualität muss an der konkreten Schule geprüft werden.
Ja, viele verlangen Schulgeld. Private Ersatzschulen dürfen aber keine soziale Sonderung nach den finanziellen Verhältnissen der Eltern fördern.
Das hängt vom Status der Schule ab. Staatlich anerkannte Schulen können in der Regel eigene Abschlüsse nach Landesrecht vergeben; bei genehmigten Schulen können externe Prüfungen nötig sein.
Vergleichen Sie Konzept, Abschluss, Kosten, Entfernung, Aufnahmeverfahren und Eindruck Ihres Kindes. Nutzen Sie dafür die Checkliste zur Privatschulwahl.
Entschuldigung, Krankmeldung, Beurlaubung und Vollmacht als Mustertexte für Eltern.
Musterbrief und Checkliste für planbare Fehlzeiten aus wichtigem Grund.
Was kann eine Privatschule besser als eine staatliche Schule? Unser Beitrag gibt Antworten.
Waldorfpädagogik, Montessori oder klassisches Schulsystem? Hier werden etablierte Konzepte eingeordnet.
Eine Übersicht der gängigen Preisstrukturen bei Privatschulen und Fördermöglichkeiten.
Privatschulen, Kosten, Nachhilfe, Ausbildung, Weiterbildung, Hochschule und Schulalltag als Themenpfade.
Gesetze im Internet