Home Ratgeber Privatschulen Ausbildung Über Uns Für Schulen Schließen
  1. Startseite Home
  2. >
  3. Ausbildung
  4. >
  5. Ausbildung zum Heilerziehungspfleger
 

Ausbildung zum Heilerziehungspfleger - Alles was Sie wissen müssen

In diesem Artikel informieren wir Sie über den Arbeitsalltag sowie die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger. In diesem spannenden und vielseitigen Beruf arbeiten Sie mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Menschen zusammen und unterstützen diese bei der Bewältigung ihres Alltags.

Als Heilerziehungspfleger arbeitet man heutzutage entweder mit behinderten Menschen zusammen und hilft diesen dabei ein möglichst strukturiertes und produktives Leben zu führen. Oder man betreut Kinder und Jugendliche in sozialpädagogischen Einrichtungen wie Jugendheimen.

Der Beruf des Heilerziehungspflegers

Ist Ihnen schon einmal die Frage gekommen wer sich eigentlich tagtäglich um junge und alte Menschen mit Behinderungen kümmert oder Kinder in sozialpädagogischen Einrichtungen wie z.B. einem Jugendheim betreut? Der Beruf nach dem Sie suchen, ist der des Heilerziehungspflegers (ebenso als HEP bekannt) .

Heilerziehungspfleger werden in Deutschland zu der Gruppe der Heilberufe gezählt, befinden sich also in bester Gesellschaft mit Physiotherapeuten, Altenpfleger und sogar Ärzten. Was alle diese Berufe gemeinsam haben, ist, dass Sie spannende, erfüllende und abwechslungsreiche Tätigkeiten beinhalten, bei denen Sie sehr viel direkten Kontakt zu anderen Menschen haben.

Im täglichen Arbeitsalltag würden Sie so beispielsweise behinderte Menschen in einer entsprechenden Einrichtung bei deren Lebensführung begleiten. Also morgens beim Waschen unterstützen, Medikamente verabreichen, gemeinsam frühstücken und die Freizeit gestalten.

Alternativ wäre auch eine Tätigkeit in einer integrativen Jugendeinrichtung möglich, bei der Sie Kinder in Gruppen betreuen und diese anleiten.

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere potentielle Einsatzorte und das Portfolio lässt sich durch gezielte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen erweitern.

Typische Aufgaben eines Heilerziehungspflegers

  • Aktive Begleitung und Unterstützung behinderter Menschen
  • Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen bei alltäglichen Aufgaben wie z.B. Einkaufen und Behördengänge
  • Freizeitplanung
  • Förderung der motorischen und geistigen Entwicklung durch gemeinsame Freizeitaktivitäten wie z.B. Spiele, Sport und künstlerische Tätigkeiten
  • Verabreichung der korrekten Medikamente nach ärztlicher Verordnung

Inhalt und Ablauf der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger erfolgt schulisch und wird durch geplante praktische Phasen ergänzt.

Der Ablauf der Ausbildung ist bundeseinheitlich geregelt, was bedeutet, dass es konkrete zu vermittelnde Inhalte und Methoden gibt, die jeder Auszubildende lernen muss.

Wurde die Ausbildungszeit, die zwischen 2 – 3 Jahre dauert, erfolgreich abgeschlossen, erhält man die staatliche Anerkennung und darf sich fortan Heilerziehungspfleger nennen. Die Berufsbezeichnung ist nämlich geschützt und darf nur von entsprechend berechtigten Personen geführt werden.

Unterrichtet werden angehende Heilerziehungspfleger in speziellen Berufsfachschulen. Diese werden entweder vom deutschen Staat unterhalten oder befinden sich in privater Trägerschaft.

In der Regel kooperieren die Berufsfachschulen eng mit bestimmten Pflegeeinrichtungen oder Institutionen, so dass die Auszubildenden sich nicht selbstständig nach einer Praxisstelle umsehen müssen. Falls dies nicht der Fall ist, so muss bereits bei der Bewerbung der Nachweis vorliegen, dass man eine spätere Praxisstelle gefunden hat.

Ausbildungsinhalte

Da die Ausbildung – wie bereits erwähnt – bundeseinheitlich geregelt ist, lernt ein jeder Auszubildende fest vorgeschriebenes theoretisches wie praktisches Wissen. Im Folgenden listen wir Ihnen einen kurzen Auszug aus diesen Inhalten auf:

  • Grundlagen des pflegerischen Handelns
  • Sozial- und Erziehungswissenschaften
  • Entwicklungsphysiologische Grundlagen
  • Methodik der Heilerziehungspflege>
  • Gesundheits- und Krankheitslehre
  • Pflegeplanung & Dokumentation

Voraussetzung für eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger

Um eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger beginnen zu können, bedarf es mindestens des Mittleren Bildungsabschlusses oder eines vergleichbaren Abschlusses. Alternativ wird auch der Hauptschulabschluss akzeptiert, wenn zusätzlich eine mindestens zweijährige Ausbildung erfolgreich absolviert wurde. Aber auch ein sehr guter erweiterter Hauptschulabschluss ist eine mögliche Voraussetzung.

Im Abschlusszeugnis der Schule sollten die Schüler idealerweise gute Noten in den Fächern Chemie und Biologie, Bildende Kunst, Musik und Deutsch haben.

Darüber hinaus wird üblicherweise auch empfohlen vor der Bewerbung zur Ausbildung ein längeres Praktikum als Heilerziehungspfleger zu absolvieren, um die persönliche Eignung für diesen Berufsweg festzustellen. Außerdem muss die gesundheitliche Eignung über ein ärztliches Attest nachgewiesen werden. Ebenso wird oft ein polizeiliches Führungszeugnis verlangt.

Neben diesen formalen Voraussetzungen gibt es noch eine Reihe an persönlichen Eigenschaften die ein Bewerber idealerweise mitbringen sollte:

  • Körperliche & seelische Belastbarkeit
    In dem Beruf ist es oft vonnöten schwer zu heben, beispielsweise wenn man einem Klienten dabei hilft aus dem Bett in einen Rollstuhl zu gelangen. Ebenso wird man schon als junger Mensch mit diversen menschlichen Schicksalen konfrontiert. Hier ist es notwendig, dass man in sich selbst gefestigt genug ist, um damit umzugehen.
  • Einfühlungsvermögen
    Sie werden als Heilerziehungspfleger auf ganz unterschiedliche Menschen mit ihren ganz besonderen Eigenschaften und Problemen stoßen und sollten in der Lage sein sich ein Stück weit in diese hineinzuversetzen. Dies hilft Ihnen dabei die Ihnen anvertrauten Menschen angemessen zu betreuen.
  • Flexibilität
    Sie sollten dazu in der Lage sein, relativ komplexe Sachverhalte schnell zu verstehen und sich auf unterschiedliche Umstände bei der täglichen Arbeit einstellen können.
  • Geduld
    Da Sie während Ihrer Tätigkeit auf sowohl junge Menschen wie auch Personen mit geistigen Behinderungen stoßen werden, sollten Sie unbedingt ein strapazierfähiges Gemüt mitbringen und darauf eingestellt sein, gewisse Abläufe mehrmals zu erklären. Wichtig sollte es sein, dass Sie nicht leicht aus der Fassung zu bringen sind.
  • Eigenverantwortlichkeit
    Oft müssen Sie alleine oder nur in einem kleinen Team viele unterschiedliche Klienten betreuen. Dabei ist es wichtig, dass Sie dazu in der Lage sind selbstständig die notwendigen Arbeiten gewissenhaft und verlässlich durchzuführen.

Vergütung und Gebühren während der Ausbildung

Da es sich beim Heilerziehungspfleger um eine schulische Ausbildung handelt, sollten Auszubildende nicht mit einer Ausbildungsvergütung rechnen. Je nach Praxisstelle ist es jedoch möglich während der praktischen Phase eine Ausbildungsvergütung zu erhalten.

Bei einigen Schulen wird zudem eine monatliche Ausbildungsgebühr berechnet. Wie hoch diese ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Im Schnitt sollten Sie aber mit 300 – 350 € pro Monat rechnen.

Arbeitgeber: Hier kann man als Heilerziehungspfleger arbeiten

Wer glaubt das die späteren Einsatzmöglichkeiten aufgrund der Berufsbeschreibung begrenzt sind, irrt sich gewaltig. Selbstverständlich arbeiten Heilerziehungspfleger auch in Wohnheimen für Behinderte oder Jugendliche, aber auch direkt in Förderschulen, Werkstätten, Sprachheilzentren und vielen mehr. Nach der Ausbildung stehen einem zudem viele unterschiedliche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung, so dass man die potentiellen Arbeitsstätten auch noch erweitern kann.

Arbeitgeber: Hier kann man als Heilerziehungspfleger arbeiten

Bis auf wenige Ausnahmen bei denen aufgrund von Hygienebestimmungen das Tragen bestimmter Kleidung vorgeschrieben ist, arbeiten Heilerziehungspfleger in regulärer Straßenkleidung.

Arbeitszeiten

Typischerweise benötigen die Klienten und Patienten eine Betreuung rund um die Uhr, weswegen Heilerziehungspfleger oft im Schichtbetrieb und am Wochenende arbeiten.

Gehalt

Die Höhe des späteren Gehaltes ist stark davon abhängig ob man bei einer öffentlichen oder bei einer privaten Einrichtung arbeitet und in welchem Bundesland man wohnt.

In der Regel sollten Sie davon ausgehen, dass private Einrichtungen rund ein Drittel weniger zahlen, aber auch bei den öffentlichen kommt es darauf an, ob nach Tarif bezahlt wird.

Außerdem kann das Gehalt aufgrund besonders belastender Arbeit höher ausfallen.

Rechnen Sie durchschnittlich mit einem Gehalt zwischen 1600 – 1700 € brutto mit möglichen Spitzen von ca. 3400 – 3600 €.

Weiterführende Beiträge

Icon Weiterführender ArtikelWas ist eine Privatschule

Wie definiert sich eine Privatschule und was sind die Unterschiede zu einer Staatlichen Schule? Erfahren Sie hier was eine private Schule ausmacht.

Icon Weiterführender ArtikelPrivatschule: Vor- und Nachteile

Was kann eine Privatschule besser als eine staatliche Schule? Unser Beitrag gibt Antworten.

Icon Weiterführender ArtikelPädagogische Konzepte bei Privatschulen

Waldorfpädagogik, Montessori oder doch lieber das herkömmliche Schulsystem? Hier werden Ihnen die etablierten Konzepte aufgezeigt.

Icon Weiterführender ArtikelWas kostet eine Privatschule?

Eine Übersicht der gängigen Preisstukturen bei Privatschulen und Fördermöglichkeiten.

Externe Links zum Thema


Weiterführende Ratgeber

 

Förderung und Kosten von Privatschulen

Zum Artikel
 

Pädagogische Konzepte

Zum Artikel
 

Klischees und Mythen bei über Privatschulen

Zum Artikel