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16 Privatschulen in Bremen

Schulform

Schulmodell


Privatschulen in Bremen

Das schöne Bremen im Norden der Republik ist kein - wie häufig angenommen - reiner Stadtstaat, sondern besteht tatsächlich aus zwei Städten: Bremen und Bremerhaven. Genau genommen nennt sich das Bundesland auch Freie Hansestadt Bremen.

Wie der Name des Bundeslandes einem schon verrät, war Bremen früher Mitglied eben dieser Vereinigung. Ebenso nahezu überall im deutschsprachigen Raum bekannt, ist das Märchen von den Bremer Stadtmusikanten.

Doch richten wir unser Augenmerk doch nun auf das Thema weswegen wir eigentlich hier sind: Das Bremer Schulsystem.

Das Schulsystem in Bremen

Auch in Bremen beginnt die schulische Laufbahn normalerweise ab dem 6. Lebensjahr mit dem Eintritt in die Grundschule. Ist das Kind noch nicht pünktlich zum Schulbeginn 6, wird dies aber vor dem 31.12., so können die Eltern trotzdem die Einschulung beantragen.

Sollte das Kind zum Beginn des 1. Klasse noch nicht gut genug deutsch sprechen können, so sieht das Bremer Schulsystem vor, dass entweder vor dem Beginn oder während des laufenden Schuljahres ein Kurs zur Sprachförderung besucht werden muss.

Die Grundschule selbst erstreckt sich über die Klassenstufen 1 – 4. Ab der 3. Klasse erfolgt erstmalig Unterricht in einer Fremdsprache.

Das Konzept des Sitzenbleibens ist in der Bremer Grundschule nicht vorgesehen, weswegen Schüler generell in die nächsthöhere Klasse versetzt werden.

In Bremen wird keine verbindliche Empfehlung für eine weiterführende Schule ausgesprochen. Viel mehr erhalten die Schüler ein Zeugnis auf dem vermerkt ist auf welchem Level sich ihre Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik befinden. Eltern steht es frei ihr Kind auf der gewünschten Schule anzumelden. Sollten die dortigen Anmeldungen die Kapazitäten übersteigen, erfolgt eine Auswahl bei der auch die Leistungen in Deutsch und Mathematik herangezogen werden.

Die erste Option der weiterführenden Schulen stellt die Oberschule dar, die die Klassenstufen 5 – 10 umfasst.

Das Konzept dieser Schule sieht es vor jeden Schüler nach seinem persönlichen Leistungsvermögen und Lerntypus einzuteilen und entsprechend zu fördern. So wird im Laufe der Schullaufbahn in mehreren Kursen im klassenübergreifenden Verbund unterrichtet, zunächst in den Fächern Englisch und Mathematik und später auch in Physik und Deutsch.

Ähnlich wie in der Grundschule sieht die Oberschule zunächst einmal das Konzept des Sitzenbleibens nicht vor. Eine erstmalige Entscheidung über eine Versetzung in die nächsthöhere Klassenstufe erfolgt nach der Klasse 9 und 10.

Mit dem Ende der 10. Klasse erreichen Schüler der Oberschule die Erweiterte Berufsbildungsreife. Zusätzlich kann – auch am Ende der 10. Klasse – durch einen erfolgreichen Prüfungsabschluss der Mittlere Bildungsabschluss erworben werden.

Das Gymnasium stellt die nächste Auswahlmöglichkeit bei den weiterführenden Schulen in Bremen dar. Es dauert von der 5. bis zur 12. Klasse und führt – eine erfolgreiche Abschlussprüfung vorausgesetzt – zur Allgemeinen Hochschulreife (Abitur).

Das Gymnasium unterscheidet sich von der Oberschule durch ein erhöhtes Lerntempo auf einem höheren Anforderungsniveau. Zusätzlich wird ab der 6. Klasse verbindlich Unterricht in einer weiteren Fremdsprache erteilt.

Auch im Bremer Gymnasium werden alle Schüler automatisch bis zur Klassenstufe 9 versetzt. Eine erstmalige Versetzungsentscheidung findet beim Übergang von der 9. In die 10. Klasse statt.

Neben den bereits bekannten Abschlüssen der Erweiterten Bildungsreife sowie der Mittleren Reife führt das Gymnasium zur schon bereits erwähnten Allgemeinen Hochschulreife.

Es gibt in Bremen noch eine zusätzliche weiterführende Schule – die Werkschule. Bei der Werkschule handelt es sich um einen dreijährigen Bildungsgang (9 – 11 Klasse), welcher eine gesonderte Bewerbung erfordert.

In dieser Schule gibt es anders als bei den anderen weiterführenden Schulen keinen Unterschied zwischen praktischem und theoretischen Lernen, viel eher auf Projektbasis unterrichtet und die Lehrer werden durch ein sozialpädagogisches Team sowie Meistern aus Fachbetrieben unterstützt.

Diese richtet sich an Schüler die im Bereich des theoretischen Lernens nicht ganz so stark sind und eher eine praktische Ausrichtung beim Lernen bevorzugen.

Diese Schulart führt mit dem Abschluss der 11. Klasse zur Erweiterten Berufsbildungsreife.

Aktuelle Schulformen in Bremen

Besondere Regelung der Feiertage

Die jeweiligen Feiertage der christlichen, jüdischen und islamischen Religionen sind gleichgestellt in Bremen. Das bedeutet, dass Schüler der entsprechenden Glaubensrichtung am jeweiligen Feiertag ihrer Religion vom Unterricht befreit sind.

Diese Regelung bezieht sich ausdrücklich auch auf Schüler der alivitischen und yezidischen Glaubensgemeinschaften sowie der Bahá’i.

Privatschulen in Bremen

Der Anteil der Schüler an einer allgemeinbildenden privaten Schule ist in Bremen recht hoch und liegt bei etwas über 10%, womit Bremen eindeutig im oberen Bereich Deutschlands liegt.

Schulen in freier Trägerschaft, gemeinhin Privatschulen genannt, werden auch in Bremen nach zwei Typen unterschieden: Ersatzschulen und Ergänzungsschulen.

Ersatzschulen sind in ihrem schulischen Angebot am Bildungssystem Bremens und dessen öffentlichen Schulen angelehnt.

Ergänzungsschulen wiederum haben kein passendes Gegenstück in Bremens öffentlichem Bildungssystem. Stattdessen, daher der Name, ergänzen sie das vorhandene Angebot. Schulen, welche bestimmte Bildungsgänge anbieten fallen ebenso unter Ergänzungsschulen, wie beispielsweise Musik- oder Schauspielschulen.

Einen umfassenden Artikel zu Ersatz- und Ergänzungsschulen haben wir hier für Sie aufbereitet.Ratgeber-Artikel zu Ersatz- und Ergänzungsschulen.

Finanzierung und Förderung von Privatschulen in Bremen

Private Schulen in Bremen können finanzielle Zuschüsse für die Aufrechterhaltung ihres Schulbetriebes erhalten, müssen hierfür jedoch einige Kriterien erfüllen.

Zum einen besteht die Notwendigkeit, dass die Schule auf einer gemeinnützigen Grundlage operiert und keine gewinnerzielenden Absichten verfolgt.

Dieser Zuschuss errechnet sich aus dem Schülersatz X der Anzahl der Schüler die im jeweiligen Monat die Schule besuchen sowie ihren Wohnsitz in Bremen haben.

Die letztliche Höhe des Schülersatzes ist hierbei unterschiedlich und orientiert sich an der jeweiligen Schulart. So betrug der Jahresbetrag pro Schüler im Schuljahr 2015 3463 € für Grundschulen und 4222 € für Gymnasien.

Die Betreiber von Privatschulen – auch Schulträger genannt – sind dabei angehalten selbstständig für die finanzielle Sicherstellung der Schule zu sorgen und entsprechend zu wirtschaften.

Um die anfallenden Kosten zu decken, erheben darum viele private Schulen ein Schulgeld. Über die letztliche Höhe entscheidet die jeweilige Schule selbst. Informieren Sie sich daher idealerweise direkt bei der Schule. Dort berät man Sie immer gerne.

Kann ich finanzielle Förderung beantragen?

Natürlich, das ist möglich.

Auf der einen Seite bieten viele private Schulen gestaffelte Preismodelle an, um so auch Kindern aus einkommensschwächeren Familien den Schulbesuch zu ermöglichen. Stipendien und Freiplätze sind auch häufig vorhanden.

Wir empfehlen stets einen Beratungstermin mit der Schule zu vereinbaren um alle Modalitäten besprechen zu können. Oftmals kann Ihnen die Schule Förderungsmöglichkeiten darlegen an die Sie vorher nicht gedacht haben.

Ein weiteres probates Mittel der Förderung stellt das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) dar, welches auch bei privaten Schulen zum Tragen kommen kann.

Und denken Sie bitte auch daran, dass Sie bis zu 30% der jährlich anfallenden Kosten für den Besuch einer Privatschule (bis zu einem Maximalbetrag von 5000 €) steuerlich absetzen können.

Lernmittelfreiheit

Aktuell sieht Bremen vor seinen Schülern Lehr- und Lernmittel unentgeltlich bereitzustellen. Jedoch betrifft dies nur die öffentlichen Schulen.

Wie die Regelung letztlich an einer privaten Schule greift, lässt sich pauschal nicht beantworten. Im Zweifelsfalle raten wir dazu die infrage kommende Schule direkt zu befragen.

Allgemeine Fakten

  • Über 10% aller Schüler in Bremen besuchen eine private allgemeinbildende Schule. Damit gehört Bremen zum Spitzenfeld in Deutschland.
  • Feiertage der unterschiedlichen Religionen sind in Bremen gleichgestellt, so dass z.B. muslimische Schüler an ihren jeweiligen Feiertagen vom Unterricht freigestellt sind.
  • Das Abitur in Bremen wird nach der 12. Klasse (G8) erreicht.
  • Das Bremer Schulsystem sieht größtenteils kein Sitzenbleiben vor. Erst in den späteren Klassen werden Versetzungsentscheidungen getroffen.

Schulferien 2018 in Bremen

22.12.2017 – 06.01.2018 Weihnachtsferien 2017
01.02.2018 – 02.02.2018 Halbjahresferien
19.03.2018 – 03.04.2018 Osterferien
30.04.2018 Unterrichtsfreier Tag
11.05.2018 Unterrichtsfreier Tag
22.05.2018 Unterrichtsfreier Tag
28.06.2018 – 08.08.2018 Sommerferien
01.10.2018 – 13.10.2018 Herbstferien
24.12.2018 – 04.01.2019 Weihnachtsferien