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Schulische Ausbildung vs. Betriebliche Ausbildung

Die schulische Ausbildung bietet eine Alternative zu der dualen Lehre. Aber worin unterschieden sich die beiden Ausbildungsformen? Und welche ist letztlich die richtige für Sie? Machen Sie sich in diesem Artikel ein Bild.

Paul Jakob, zuletzt aktualisert am 11.10.2018

Die meisten angehenden Azubis haben eher ein abstraktes Bild zu der schulischen Ausbildung im Kopf. Ablauf, Inhalte und Besonderheiten sind für viele nicht greifbar. Eine umfassende Definition zu der schulischen Ausbildung haben wir deshalb in diesem Artikel für Sie verfasst: Ratgeber: Die schulische AusbildungRatgeber: Die schulische Ausbildung. Stellt sich nur noch die Frage, welches System nun das richtige für Sie ist. Schulische Lehre oder doch lieber die klassische betriebliche Ausbildung? Hier finden Sie alle Unterschiede im direkten Vergleich:

Wo findet die Ausbildung statt?

Die Antwort auf diese Frage liegt schon in den Namen der Ausbildungsformen: Azubis der betrieblichen Ausbildung lernen überwiegend in Ihrem Lehrbetrieb, bzw. der entsprechenden Behörde. Bei einer dualen Ausbildung nehmen die Auszubildenden außerdem am Berufsschulunterricht teil.

Bei der schulischen Ausbildung findet die Lehre zum Großteil - welch Überraschung - in der Schule statt. Durch Praktika in entsprechenden Betrieben holen Azubis die erforderliche Praxiserfahrung ein.

Was ist besser?

Tja, da streiten sich die Geister. Wir empfehlen Ihnen, die schulische Ausbildung für eine theorielastige Lehre in Betracht zu ziehen. Sollten Sie vor allem an Praxisarbeit Interesse haben, ist vermutlich die betriebliche Ausbildung eher in Ihrem Sinne. Im Endeffekt ist das aber natürlich eine Einzelfallentscheidung. Informieren Sie sich bei den jeweiligen Ansprechpartnern über Ihre Möglichkeiten.

Welche Fristen muss man bei der Bewerbung für eine Ausbildung beachten?

Die Bewerbungsfristen

Die Bewerbungsfristen sind vor allem bei einer betrieblichen Ausbildung meist nicht einheitlich. Je nach Bewerbungsandrang müssen Bewerbungen teilweise bis zu einem Jahr im Voraus eingereicht werden. In anderen Fällen kann eine Bewerbung auch wenige Wochen vor Ausbildungsbeginn noch abgegeben werden.

Schulen haben meist feste Anmeldetermine. Diese können Sie telefonisch oder auf der jeweiligen Internetseite erfragen.

Bei beiden Formen der Ausbildung kann ein Praktikum im Vorab verlangt werden.

Was ist besser?

Betriebliche Ausbildungen können unter Umständen den Vorteil haben, dass Sie spontan noch Ausbildungsplätze zu vergeben haben. Dafür haben schulische Ausbildungen in jedem Fall eine klare Struktur und Organisation bei den Bewerbungen, was nicht bei jedem Betrieb gewährleistet ist. Wenn Sie nicht gerade nächste Woche mit Ihrer Ausbildung beginnen möchten, sind sowohl betriebliche, als auch schulische Ausbildungen in diesem Punkt interessant.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Die Voraussetzungen sind je nach Art der Ausbildung unterschiedlich. Bei einer betrieblichen Lehre kann der Betrieb für sich selbst festlegen, welche Bedingungen er stellt, solange er damit nicht gegen das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) verstößt.

Schulische Ausbildungen haben je nach Beruf einheitliche Voraussetzungen.

Was ist besser?

Eine schulische Ausbildung vereinfacht Ihnen den Überblick, da die Voraussetzungen klar festgeschrieben sind. Ein Betrieb kann Ihnen dafür unter Umständen einen Ausbildungsplatz anbieten, den Sie mit Ihrer Qualifikation an einer Schule nicht bekommen würden. „Besser oder schlechter“ hängt also von Ihrer Qualifikation und dem entsprechenden Betrieb ab.

Wie lange dauert eine Ausbildung durchschnittlich?

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildungsdauer hängt in beiden Fällen von der Art der Ausbildung und den vorliegenden Qualifikationen des Auszubildenden ab. In der Regel kann eine Ausbildung zwischen zwei und drei Jahren absolviert werden. Wenn Sie bereits eine Ausbildung abgeschlossen oder sehr gute Schulnoten haben, ist eine Verkürzung möglich.

Was ist besser?

In diesem Punkt unterscheiden sich betriebliche und schulische Ausbildungen nicht voneinander. Deshalb ist hier natürlich auch kein System besser oder schlechter.

Verdienst/ Kosten während der Ausbildung

Betriebe zahlen ihren Auszubildenden in der Regel eine Ausbildungsvergütung. Diese ist je nach Betrieb und Art der Ausbildung unterschiedlich.

Schulen zahlen hingegen in den meisten Fällen keine Vergütung. Oft müssen sie Ihren Schülern stattdessen Schulgeld berechnen, um sich zu finanzieren. Mehr Informationen hierzu bekommen Sie bei der Schule Ihrer Wahl.

Was ist besser?

Auf den ersten Blick haben hier natürlich betriebliche Lehren die Nase vorn. Denn hier bekommt der Azubi Geld. Wie immer hat aber auch dieser Punkt zwei Seiten: Denn ein Betrieb ist vom wirtschaftlichen Erfolg abhängig. Schulen rechnen sich stattdessen von den klar kalkulierbaren Schulbeiträgen. Damit sichern Schulen einen sicheren Ausbildungsplatzt, was viele Betriebe nicht gewährleisten können.

Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?

Für beide Ausbildungsformen gibt es finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten. BAB (Berufsausbildungsbeihilfe) ist die gängigste Finanzspritze für betriebliche Ausbildungen. Schulische Ausbildungen werden oft durch BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) finanziert. Mehr zu der finanziellen Unterstützung einer Privatschule finden Sie hier: Was kostet eine Privatschule?Ratgeber: Kosten und Finanzierung einer Privatschule?

Was ist besser?

Ganz generell gibt es mehr Unterstützungsmöglichkeiten für eine schulische Ausbildung, als für die betriebliche Lehre. Ob diese Hilfe nun gewährleistet wird, hängt aber immer von den entsprechenden Voraussetzungen ab. Außerdem gibt es für schulische Ausbildungen meist keine Vergütung. Da ist es für dieses Schulsystem nur fair, dass es mehr Möglichkeiten zur Unterstützung gibt.

Fazit der Fragestellung

Fazit

Sie merken es sicher schon selbst: Es lässt sich nicht pauschal sagen, welche Ausbildungsform nun die Bessere ist. Beide haben ihre Berechtigung. Und das ist in unseren Augen auch gut so! Denn durch die verschiedenen Angebote in unserer Bildungslandschaft kann für jeden das Richtige gefunden werden. Wir empfehlen Ihnen, sich über die verschiedenen Anbieter für die Ausbildung Ihrer Wahl zu informieren. Im Anschluss sollte jeder, der interessant für Sie ist, eine Bewerbung von Ihnen erhalten. In den folgenden Gesprächen finden Sie sicher heraus, welcher Ausbildungsplatz für Sie der richtige ist.

Autor

Christoph Kappek

Christoph Kappek

Christoph beschäftigt sich mit verschiedenen Bildungs­systemen und Pädagogik. Dieses Interesse ist die Grundlage seiner Artikel.



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