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Selbst Nachhilfe geben – Wie werde ich Nachhilfelehrer?

Christoph Kappek, zuletzt aktualisert am 09.10.2018

Wie wird man Nachhilfelehrer? Welche Voraussetzungen müssen Sie dafür erfüllen und worauf müssen sie achten? Hier finden angehende Nachhilfelehrer alle wichtigen Informationen!

Der Nachhilfelehrer – Schülern zum Erfolg verhelfen

Die Tätigkeit eines Nachhilfelehrers ist für vor allem für Schüler und Studenten eine attraktive Möglichkeit, ihr Gehalt aufzubessern. Als professioneller Nachhilfelehrer lässt sich davon sogar gänzlich leben, auch wenn das in der Praxis eher selten der Fall ist. Die Tätigkeit an sich wird von den meisten Praktizierenden als sehr erfüllend angesehen. Schließlich ist dieser Beruf ein sehr wichtiger: Nachhilfelehrer helfen Schülern dabei, ihren gewünschten Abschluss zu erreichen und schneller zu lernen.

Welche Voraussetzungen muss ich als Nachhilfelehrer erfüllen?

Der Beruf des Nachhilfelehrers ist keine anerkannte oder geschützte Berufsbezeichnung. Aus diesem Grund gibt keinen offiziellen Katalog, welcher die Voraussetzungen beinhaltet. Natürlich gibt es dennoch gewisse Kriterien, die Sie für diese Tätigkeit erfüllen sollten. Allem voran steht natürlich Ihre Fachkompetenz. Logischerweise sollten Sie sich in den Themen auskennen, die Sie unterrichten möchten. Der Umfang dieser Fachkompetenz hängt vordergründig von den Erwartungen der Eltern, Schüler oder Studenten ab, die einen Nachhilfelehrer benötigen. Ein guter Schüler der gleichen Klassenstufe wie der der zu Unterrichtende kann ebenso Nachhilfe geben wie ein ausgebildeter Lehrer – auch wenn hier die Vergütungen selbstredend unterschiedlich ausfallen werden. Wenn Sie sich für eine Anstellung an einem Institut interessieren, gelten die dortigen Voraussetzungen dafür als bindend. Details hierzu finden Sie im nächsten Punkt dieses Artikels.

Neben der Fachkompetenz sollten Ihre sozialen Fähigkeiten dem Beruf entsprechen. Nicht jeder, der ein Fach beherrscht, kann dieses auch unterrichten. Außerdem sollten Ihre Schüler Ihnen wirklich am Herzen liegen. Ein Lehrer, der kein Interesse an seinen Schülern zeigt wird in dem Beruf sicher keine Erfüllung finden.

Anstellung bei einem Institut – Was muss ich beachten?

Nachhilfelehrer bei einem Institut zu sein bietet Ihnen viele Vorteile: Vor allem müssen Sie nicht selbst nach Schülern suchen, da Sie die bereits vorhandene Schüler und Neuzugänge des Instituts unterrichten werden. Außerdem sind Sie über die Tätigkeit bei einem Institut bereits vollkommen versichert. Vorausgesetzt, es handelt sich um eine Vollzeitstelle. Die Anforderungen an einen Nachhilfelehrer variieren von Institut zu Institut. Generell sind sie aber recht hoch angesetzt. Als ausgebildete Lehrkraft dürften Sie keine Schwierigkeiten haben, eine Anstellung zu bekommen. Auch als Student haben Sie gute Chancen auf einen Nebenjob im Institut, wenn Ihre Studienfächer der dortigen Aufgabe entgegenkommen. Generell erwarten Institute, dass Ihre Lehrer in der Lage sind, mehr als nur ein Fach zu unterrichten. Kontaktieren Sie am besten das Institut Ihrer Wahl, wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie den Anforderungen entsprechen.

Tätigkeit als privater Nachhilfelehrer – Was muss ich beachten?

Der größte Vorteil an der Tätigkeit eines privaten Nachhilfelehrers liegt in der freien Zeiteinteilung. Sie sind Ihr eigener Chef. Achten Sie aber darauf, Ihre Schülernachhilfe außerhalb der regulären Schulzeit anzubieten. Vor allem als Student oder pensionierte Person lässt sich durch private Nachhilfe ein lukrativer Nebenverdienst erwirtschaften. Hauptberuflich sind private Nachhilfelehrer eher selten anzutreffen.

Neben der Tätigkeit an sich liegen die größten Schwierigkeiten der privaten Nachhilfe darin, Schüler zu finden. Folgende Tools können Sie nutzen, um Eltern und Schüler auf Ihre Dienstleistung aufmerksam zu machen:

  • örtliche Kleinanzeigen
  • Internetportale (z.B. https://www.erstenachhilfe.de/ , http://www.easy-nachhilfe.de/)
  • Schwarze Bretter (z.B. in Schulen oder Supermärkten)
  • Mundpropaganda (Bekanntenkreis, bereits vorhandene Schüler, ...)
  • Präsenz bei passenden Bildungsmessen

Wie sieht es mit der Rechtslage als selbstständiger Nachhilfelehrer aus? Stichwort Steuern?

Eine Steuerpflicht für Ihre Tätigkeit besteht generell. Viele Nachhilfelehrer werden direkt vor Ort bezahlt und tätigen keine Abgaben. Wir empfehlen Ihnen jedoch unbedingt, sich im vorab über die Rechtslage zu informieren. Dieser Artikel dient weder als Leitfaden zur Selbstständigkeit, noch kann er eine verbindliche Rechtsauskunft für Sie darstellen. Informieren Sie sich bei einem Steuerberater über die genaue Situation.

Der Ort des Unterrichts – Nachhilfe immer beim Schüler zu Hause?

Wenn Sie bei einem Institut angestellt sind, wird der Unterricht in der Regel im dortigen Haus stattfinden. Als freier Nachhilfelehrer haben Sie hingegen mehr Möglichkeiten bei der Wahl des Unterrichtsortes. Wir möchten Ihnen empfehlen, diese Möglichkeit zu nutzen.

Gängiger Weise findet der Unterricht natürlich beim Schüler zu Hause statt. Eine vertraute Atmosphäre kann durchaus positive Auswirkungen auf den Lernprozess haben.

An einem warmen Sommertag spricht doch aber nichts dagegen, das Lernen auch Mal ins Freie zu verlegen.

Auch eine Bibliothek kann eventuell eine interessante Anlaufstelle sein. Schließlich ist sie ideal zum Lernen geeignet. Sie sollten jedoch darauf achten, dass Sie mit Ihrem Unterricht keine anderen Besucher stören.

Außerdem bieten sich Kommunikationssoftwares wie Skype oder FaceTime an, um Unterricht unabhängig von der Entfernung zu bewerkstelligen. Tatsächlich wird diese Art der Nachhilfe sogar zunehmend beliebter. Denn hier lassen sich für Sie Kosten für Sprit und Fahrtzeit sparen und das macht sich für die Eltern sicher auch in Ihrem Honorar bemerkbar.

Wie hoch ist die Vergütung – Richtwerte für Ihr künftiges Honorar

Die Vergütung in einem Institut

Ihre Vergütung an einem Institut ist selbstredend vom Arbeitgeber vorgeschrieben. Je nach Institut und Ihrer Qualifikation gibt es hier allerdings erhebliche Schwankungen. Zwischen 10,00 € (meist für Studenten in Nebentätigkeit) bis hin zu 21,00 € (in aller Regel für ausgebildete Lehrer) ist hier alles möglich. Informieren Sie sich bei dem Institut Ihrer Wahl über die dortigen Möglichkeiten.

Die Vergütung als freier Nachhilfelehrer

Bei einer Tätigkeit als freier Nachhilfelehrer haben Sie natürlich mehr Freiheiten: Im Prinzip können Sie Ihr Gehalt frei bestimmen. Allerdings müssen Eltern auch bereit sein, dieses Gehalt zu zahlen. Deshalb sollten Sie es realistisch ansetzen. Bevor Sie sich über die Höhe Ihrer Vergütung Gedanken machen, sollten Sie sich verinnerlichen, was alles dahintersteckt. Nur die reine Unterrichtszeit zu berechnen wäre je nach Situation nämlich recht kurz gedacht. Schließlich fallen meistens auch Fahrtkosten für den Nachhilfelehrer an. Diese werden üblicherweise nicht gesondert berechnet. Deshalb sollten Sie diese in Ihrer Vergütung bereits mit einkalkuliert haben. Bedenken Sie außerdem, dass während der Ferienzeit oft keine Nachhilfe stattfindet. Wenn Sie Hauptberuflich davon leben möchten, sollten diese Flauten auch mit einkalkuliert werden.

Selbstverständlich möchten wir uns nicht anmaßen Ihr zukünftiges Gehalt festzulegen. Im Endeffekt ist die Höhe Ihres Honorars auch oft eine Verhandlungssache. Als Richtwert jedoch sind je nach Ihrer Qualifikation und Anforderungen ein Stundenlohn zwischen 10,00 € und 15,00 € üblich. Eine Stunde bezieht sich hier auf die Länge einer üblichen Unterrichtsstunde, also 45 Minuten. Doppelstunden werden meist nicht doppelt berechnet, da Fahrtkosten ja bereits vergolten wurden und Schüler sowie Lehrer bereits im Lernprozess sind. Für eine Doppelstunde werden meist zwischen 18,00 € und 25,00 € verlangt

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Autor

Christoph Kappek

Christoph Kappek

Christoph beschäftigt sich mit verschiedenen Bildungs­systemen und Pädagogik. Dieses Interesse ist die Grundlage seiner Artikel.




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